Markkleeberg

Stadt mit Tradition oder Zukunft um jeden Preis?

Jeder der sich mit seiner Heimat verbunden fühlt, stellt sich irgendwann einmal die Frage, ob es früher vielleicht "besser" war.

Zumindest für Markkleeberg, können wir darauf keine Antwort geben - es war schon immer schön hier; sonst hätte man nicht vor mehr als 100 Jahren die damaigen Dörfchen Oetzsch, Raschwitz, Gautsch, Groß- und Kleinstädteln, Zöbigker und Gaschwitz als Wohnorte für vielbeschäftige und wohlhabende Leute und "Persönlichkeiten" gewählt. Und man hätte nicht seit 100 Jahren viele und bislang erfolglose Versuche unternommen, die Dörfchen und die spätere Stadt Markkleeberg (seit 1936) Leipzig zuzuschlagen.



Unser Anliegen ist es - und so verstehen wir auch unser Geschäft - Menschen dazu zu bewegen, bewusste Entscheidungen zu treffen. Denn nicht weil etwas "Hip" ist, ist etwas gut, sondern weil man nach gründlichen Überlegungen zu einem Entschluss kommt - eben Dinge zu kaufen oder eben auch, in Markkleeberg zu wohnen.

Nun leben wir in einer Zeit, in der Vergänglichkeit nicht nur etwas ist, was ohnehin passiert; wir betreiben sie auch - zielgerichtet. Wer möchte heute schon mit einem alten Auto fahren? Wer "braucht" nicht alle drei Jahre einen neuen Fernseher? Wer freut sich nicht darüber, das sich "endlich etwas ändert"?

Bedarf folgt heute nicht mehr als logische Konsequenz des Verbrauchens, sondern ist zum Selbstzweck geworden, der tagtäglich gerade von vielen Werbeagenturen geweckt wird. Man zwingt die Funktion in die Form, statt der Logik zu folgen. Statt zum Beispiel darauf zu warten, das sich Cafés an einer Straße ansiedeln, dort eine kommunikative Freizeitszene entsteht und man schließlich die Straße verkehrsberuhigt, um die Besucher nicht zu gefährden, gibt man heute vor, das an einer bestimmten Stelle in der Stadt "etwas zu entstehen hat".

 

Ob das der richtige Weg ist?

 

Wer mag, kann sich mit diesem Thema - natürlich Markkleeberg betreffend - hier noch intensiver beschäftigen.